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Stefan Eckert
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Home | Newsletter | UPDATE 1 | 2017 | Der Wettlauf um mobile Applikationen
5. April 2017

Der Wettlauf um mobile Applikationen

In unserer digitalen Welt greifen verschiedene Personen gleichzeitig und örtlich unabhängig mit unterschiedlichen Endgeräten auf dieselben Informationen zu. Mobile Applikationen treiben die digitale Transformation voran und halten mit einer enormen Geschwindigkeit Einzug in unsere Gesellschaft. Profiteure sind Unternehmen, die sich schnell auf dieses neue Geschäftsfeld einstellen können.

In der Life Sciences Industrie ist insbesondere die Personalisierung der Behandlung ein hochaktuelles Thema. Im Kontext der mobilen Applikationen fällt darunter beispielsweise eine Anwendung, die über die Verträglichkeit eines Medikaments unter der Berücksichtigung der eigenen Medikamenten-Verträglichkeit informiert. Hinter einem Knopfdruck für den Nutzer stecken zahlreiche Datenströme, die zusammengefasst und jederzeit aktuell und mobil zugänglich gemacht werden müssen: Eine Mammutaufgabe, die eine funktionsübergreifende Zusammenarbeit erfordert.

 

Entwicklung mobiler Applikationen für Diagnose und Behandlung

Um die Diagnose und Behandlung mittels mobiler Applikationen für Patienten und Health Care Professionals zu ermöglichen, benötigen Unternehmen insbesondere:

  • Agilität: Um mit der rasanten Entwicklung mobiler Applikationen Schritt zu halten, ist es von enormer Bedeutung, Prozesse und Systeme in Business und IT kontinuierlich anzupassen. Agile Softwareentwicklung in der IT allein ist oft nicht ausreichend.
  • Kollaboration mit Partnern: Technologieunternehmen wie zum Beispiel Cloud-Dienstleister und Beratungspartner bringen nicht nur kreative Ideen für mobile Applikationen, sondern auch das notwendige Know-how zu deren Entwicklung. Kollaborationen mit den richtigen Partnern sind deshalb ein zentraler Erfolgsfaktor.
  • Ganzheitliche Planung: Neben der technischen Umsetzbarkeit müssen bei der Entwicklung eines Prototypen auch zentrale Fragen hinsichtlich der Zulassung und Einhaltung regulatorischer Anforderungen adressiert werden. Gerade bei Gesundheitsdaten gelten beispielsweise strenge Vorschriften bezüglich Datenschutz und Datenintegrität. Erst wenn die Machbarkeit einer vielversprechenden Idee ganzheitlich geprüft wurde, kann der Transfer in die tatsächliche Entwicklung und Markteinführung gezielt angegangen werden.
Der Wettlauf um mobile Applikationen

 

Neue Player im Life Sciences Markt

Die „globalen Player“ im Informationsmarkt dringen mit neuartigen mobilen Applikationen immer weiter in die Life Sciences Industrie ein. Apple arbeitet beispielsweise eng mit der FDA zusammen und entwickelt eine Applikation zur Diagnose von Parkinson unter Einhaltung der regulatorischen Bedingungen. Die Life Sciences Industrie ist nun gefordert, ihr umfangreiches Know-how einzusetzen und diese Märkte nicht nur den „Neuen“ zu überlassen.

Mit der Schaffung einer dezidierten Stelle kann die Entwicklung mobiler Applikationen zielgerichtet vorangetrieben werden. Dafür müssen Governance- und Funding-Modelle definiert und notwendige Architekturen für mobile Applikationen wie beispielsweise die zentrale Verwaltung heterogener Datenbestände bereitgestellt werden. Sind die organisatorischen und technischen Voraussetzungen geschaffen, können Ideen kanalisiert und die Entwicklung mobiler Applikationen priorisiert angegangen werden. Massgeblich für den Erfolg ist dabei, firmeninternes Wissen mit der Expertise agiler Beratungs- und Technologieunternehmen zu bündeln und so innovative mobile Applikationen bereitzustellen.

Dr. André Geiser, Thomas Ritzengruber-Marlovits

 


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