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Rob Stijlen
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Home | Newsletter | UPDATE 3 | 2017 | Life Sciences in der Metamorphose
23. Oktober 2017

Life Sciences in der Metamorphose Wie Patient und Technologie die Branche fordern

Viele Unternehmen der Life Sciences Branche befinden sich im Wandel vom Produkthersteller für grosse Populationen zum Anbieter individueller Lösungen. Wesentliche Treiber sind Kunden und Patienten, die sich in der heutigen Zeit nicht mehr zufrieden geben mit Standardprodukten und spezifische Lösungen für ihre ganz individuelle Anforderung erwarten.

 

Life Sciences Metamorphose

 

Durch das Tracking eigener Gesundheitsdaten werden die Endkunden zunehmend selbst aktiv und sensibilisiert, Gesundheitsvorsorge aktiv zu steuern. Woher der Wandel? Es sind Auswirkungen der Digitalen Transformation – sie schaffen Patienten wie Gesundheitsdienstleistern neue Möglichkeiten. Für die Life Science Industrie bedeutet das schon heute die Neuausrichtung ihrer Geschäftsmodelle. Wesentliche Faktoren fördern diese Entwicklung:

  • Kunden: Der mögliche Direktkontakt zu Patienten, ihre Bereitschaft mittels Wearables, Smartphones, … ihre Daten zu teilen, mündet in der Erwartungshaltung, dass die Life Science Industrie daraus sinnvolle Lösungen für ein gesünderes Leben kreiert. Die Bereitschaft, mitzuwirken, steigt. So unterstützt ARCONDIS beispielsweise einen der weltweit grössten Pharmakonzerne im Einsatz von Digital Biomarkern in klinischen Studien, mittels derer deutlich mehr Daten gewonnen und ausgewertet werden können. Dies führt nicht zuletzt zu einer geringeren Fehlerquote und hochwertigeren Ergebnissen und Produkten.

 

  • Digitalisierung: Die Digitalisierung der Märkte ist ein echter Innovationstreiber und auch innerhalb der Unternehmen ist sie noch längst nicht abgeschlossen. Im Gegenteil: Die Digitalisierung von Workflows, die Nutzung von Innovationen und damit einhergehendes agiles Change Management erreicht gerade ihren Höhepunkt.

 

  • Individualisierung: Der Fortschritt z.B. in der Genom-Analyse oder dem 3‑D-Druck machen individualisierte Wirkstoffe, Medizinprodukte und Therapien bereits heute wirkungsvoller. Denn es kann deutlich spezifischer auf einzelne Anforderungen und Rahmenbedingungen eingegangen werden. Das beginnt schon früh in der Entwicklung, beispielsweise bei der Akquisition von Teilnehmern für Studien. So können Patienten bereits heute mittels einer auf sie zugeschnittenen Plattform deutlich leichter und auf direktem Weg für klinische Studien engagiert werden.
  • Kostendruck: Unabhängig der Reife des jeweiligen Gesundheitssystems bleibt weltweit die zunehmende Kostenbewertung unter Wirksamkeitsgesichtspunkten, neuerdings auch unter Einbezug von Anwendungsdaten. Durch Personalized Reimbursement-Modelle ist die flexible Preisgestaltung auf Basis individueller Patientendaten (Indikation, Kombination, Therapieansprechen) bereits heute Realität.

Die Bereitschaft der Branche, heutige Geschäftsmodelle auf den Prüfstand zu stellen, steigt, so Marco Rogg, ARCONDIS Senior Manager und Experte für Digitale Transformation: „Mittlerweile ist jedem Verantwortlichen klar, dass die Transformation auch revolutionäre bis disruptive Komponenten mit sich bringt und Handlungsbedarf besteht. Zudem treten neue Player wie Calico, von Google gegründet, von der IT-Seite her in den Markt und wollen mit traditionellen Life Sciences Unternehmen konkurrieren.“

Was ist nun die Konsequenz? Die Life Sciences Industrie ist schon jeher Early Adopter von Innovationen, doch in diesem Fall hat das Thema eine besondere Komplexität – so ganz einfach ist die Adaption somit nicht. Denn es braucht die Kombination von Branchen- und Prozess-Knowhow, Compliance-Expertise und tiefgehende IT-Kenntnisse.

Dieser Kompetenzmix ist selten und so gefragt, dass er in Unternehmen häufig nicht in ausreichender Kapazität vorhanden ist. Der Einsatz von internen Know-how-Trägern gemeinsam mit externen spezialisierten Dienstleistern hat sich für viele Life Sciences Unternehmen als wertvoll erwiesen:

  • Fehlende digitale Expertise kann in die Firma geholt werden
  • Durch erfahrene Berater wird von Best Practices profitiert
  • Externe Kräfte bringen Agilität in oftmals starre Prozesse

Nicht zuletzt baut die Zusammenarbeit mit externen Experten zudem wesentlich die Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiter aus, den Digitalisierungsprozess aktiv mitzugestalten.

Sonja Fix

 

Life Sciences Metamorphose

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